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Warum viele Trainingspläne scheitern - und was wirklich funktioniert

  • Autorenbild: Ebba Wagner
    Ebba Wagner
  • 20. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Training ist einfach – Fortschritt nicht.Viele Menschen trainieren regelmäßig und kommen trotzdem nicht voran. Keine sichtbaren Ergebnisse, stagnierende Kraftwerte, wenig Energie. Die Ursache liegt selten am fehlenden Willen, sondern an typischen strukturellen Fehlern im Trainingsansatz.


Hier zeige ich dir die wichtigsten Gründe, warum Pläne scheitern – und welche evidenzbasierten Strategien nachweislich funktionieren.



1. Kein klares Ziel – und kein Messpunkt


Ein gutes Training beginnt nicht im Studio, sondern in der Diagnostik.Ohne Daten bleibt Training ein Ratespiel.


Typische Fehler:

  • „Fitter werden“ ist kein Ziel.

  • Ohne Kraft-, Beweglichkeits- oder Ausdauerbaseline gibt es keine echte Orientierung.

  • Mangelnde Priorisierung („alles auf einmal“).


Was funktioniert:

  • Eingangsmessung (BIA, Krafttests, Beweglichkeitsanalyse)

  • 1 Fokus-Ziel pro 8–12 Wochen

  • Klar definierte Perfomance Key Points


Ein System ohne Messung ist kein System – es ist Zufall.

2. Zu unspezifische Trainingsreize


Der Körper passt sich nur an, wenn ein Reiz klar und wiederholt gesetzt wird.

Evidenz zeigt:


  • Für Muskelaufbau sind 10–20 harte Sätze pro Muskelgruppe/Woche optimal.

  • Für Kraft braucht es hohe Lasten und klare Progression.

  • Für Ausdauer braucht es Herzfrequenzzonen, nicht “ein bisschen Cardio”.


Die meisten Pläne verschwimmen in der Mitte: Nichts ist schwer genug, nichts ist lang genug, nichts ist spezifisch genug.


Erfolgsformel:Spezifischer Reiz + Wiederholung + Steigerung = Anpassung.

3. Fehlende Progression


Über Wochen das gleiche Gewicht, die gleiche Dauer, die gleiche Wiederholungszahl?Der Körper hat keinen Grund, sich zu verbessern.


Progression bedeutet:

  • Mehr Gewicht

  • Mehr Wiederholungen

  • Mehr Sätze

  • Weniger Pausen

  • Oder eine schwierigere Variante der Übung


Forschung zeigt klar: Kontrollierte Überlastung ist der stärkste Stimulus für Muskelwachstum.


4. Zu wenig Regeneration


Viele übersehen: Fortschritt entsteht nicht im Training, sondern zwischen Trainingseinheiten.


Zu wenig Regeneration führt zu:

  • Schlafproblemen

  • Stagnation

  • Leistungseinbrüchen

  • Entzündung

  • Stresssymptomen


Regeneration basiert auf:

  • Schlaf (7,5–9 h)

  • Ernährung (ausreichend Protein & Energie)

  • Stressmanagement

  • Periodisierung des Trainings


Regeneration ist kein Luxus – sie ist die Grundlage.


5. Bewegungsmuster statt Muskeln trainieren


Ein moderner, evidenzbasierter Trainingsansatz betrachtet Bewegungen, nicht isolierte Muskeln.


Die 6 fundamentalen Bewegungsmuster:

  • Kniebeuge

  • Hüftbeuge

  • Drücken

  • Ziehen

  • Rotation/Anti-Rotation

  • Tragen


Dieser Ansatz ist effizienter, alltagsrelevanter und senkt das Verletzungsrisiko.



6. Zu wenig Alltagstransfer


Viele fühlen sich nach dem Training gut, aber der Alltag bleibt gleich: steifer Rücken, müde Beine, Spannung im Nacken.


Warum? Training wurde nicht an Alltagsbelastungen angepasst.


Evidenzbasierter Ansatz: Analyse → Korrektur → Integration ins Training → Integration in den Alltag


Beispiel: Jemand sitzt viel → Fokus auf Hüftmobilität, Rumpfstabilität und Glute-Aktivierung.



7. Fehlende Individualisierung


Ein Standardplan ist wie ein Standard-Schuh: Manche können damit laufen – viele nicht.


Ein guter Plan berücksichtigt:

  • Anatomie

  • Bewegungseinschränkungen

  • Stresslevel

  • Schlaf

  • Zielsetzung

  • Trainingserfahrung

  • Verletzungshistorie


Das ist der Grund, warum 1:1 Coaching so schlagkräftig ist: Es passt das System an den Menschen an – nicht umgekehrt.

Fazit

Trainingspläne scheitern nicht, weil Training kompliziert ist – sondern weil Systeme fehlen.Wer Daten nutzt, strukturiert trainiert und Fortschritt misst, macht aus Training ein planbares Projekt.

Evidenz zeigt klar:Struktur + Individualisierung + Progression → nachhaltiger Erfolg.



 
 
 

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